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Sauerstofftherapie

sauerstofftherapie

Die Sauerstofftherapie wird in immer breiteren Kreisen angewendet, Kontraindikationen sind nicht bekannt, in Deutschland wird diese Art der Therapie in Hals-Nasen-Ohrenpraxen eingesetzt und als ergänzende Behandlung angeboten. Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie wurde in Deutschland von Manfred von Ardenne erfunden. Der aus Dresden stammende Physikprofessor Manfred von Ardenne (1907-1999) forschte mehr als zwei Jahrzehnte lang über die mit Sauerstoffmangel verbundenen Zustände des menschlichen Körpers und beschäftigte sich mit der Behandlung dieser Zustände. Er hat bewiesen, dass die täglichen Sauerstoffbehandlungen zur Verstärkung des Blutstromes und dadurch zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung der Gewebe geführt haben.

Die Dreischritt-Therapie wurde durch den Physiker Manfred von Ardenne ausgearbeitet. Dabei erhalten die Patienten zunächst einen Vitamin-Mineralstoff-Cocktail, was zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme und des Sauerstoffwechsels in den Zellen dient. Danach atmet der Patient reinen Sauerstoff ein, während er sich auch körperlich zu betätigen hat. Durch diese Methode wird die Mikrozirkulation des Blutes verbessert, die Menge des sauerstoffreichen Blutes erhöht sich in den Arterien und reduziert sich in den Venen, so wird die Gehirndurchblutung gefördert.

Sauerstoff spielt in den Energiebereitstellungsprozessen des Körpers eine Hauptrolle. Jede Stunde verbraucht der Körper durchschnittlich 15 Liter Sauerstoff. Während einer sportlichen Aktivität kann aber der Sauerstoffverbrauch leicht auch auf das Mehrfache steigen. Da der Körper nicht fähig ist, Sauerstoff zu lagern, und er selbst auch keinen Sauerstoff produzieren kann, braucht er eine permanente Sauerstoffversorgung. Stellen Sie sich zur Probe: Halten Sie die Luft an und schauen Sie auf den Sekundenzeiger Ihrer Uhr. Wenn Sie mehr als eine Minute lang die Luft anhalten können, können Sie sich beruhigen, Sie sind in einer ausgezeichneten Form. Nach 4 Minuten Sauerstoffmangel erreicht der menschliche Körper den Punkt, wonach, wenn der Körper keine Luft bekommt, andauernde Folgeschäden auftreten.

Im Laufe des Lebens verliert der Körper laufend Wasser, und ähnlich lässt auch die Fähigkeit des Körpers zur Sauerstoffaufnahme nach. Der Körper eines Neugeborenen besteht zu 75% aus Wasser, dieser Anteil beträgt bei einem jungen Erwachsenen nur noch 65%, und der Wassergehalt im Köper der alten Menschen reduziert sich bis auf 55%. Die Sauerstoffversorgung des Körpers erfolgt zu 99% über die Lunge und zu 0,9% über die Haut, sowie im Magen durch die verzehrte Nahrung. Aus den Luftbläschen der Lunge gelangt der Sauerstoff in die Lungenkapillaren. Das sauerstoffreiche frische Blut strömt in die linke Herzkammer, von wo es zu allen Punkten im Körper gelangt. Durch die kleinen Kapillaren durchdringt das Blut bis zu den kleinsten Zellen. Aus dem Sauerstoff und dem Nährstoff bilden sich an Energie reiche Phosphate durch eine Reihe von biochemischen Reaktionen. Nach dem Stoff- und Gaswechsel sammelt sich das Blut im Ausgang der Kapillare, von wo es über die Venen in die rechte Hälfte des Herzens gelangt. Von dort aus kommt das Blut wieder in die Lunge, um dort erneut frischen Sauerstoff aufzunehmen, und die ganze Prozedere beginnt von vorne. Die Voraussetzung für einen gesunden Zellenstoffwechsel ist, dass immer genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.

In welchen Fällen ist die Sauerstofftherapie zu empfehlen?

1. Sauerstofftherapie dient in erster Linie zur Vorbeugung von Krankheiten. In jedem Fall wird eine regelmäßige Sauerstoffbehandlung empfohlen, wenn chronische Ermüdung, Lustlosigkeit, Lethargie, Konzentrationsstörungen und Leistungsminderung auftreten, die nicht auf die Erkrankung eines Organs zurückzuführen sind. Diese Therapie ist vor allem zur Bewahrung der Gesundheit, der Leistungsfähigkeit und des Wohlempfindens notwendig.

2. Zu Therapiezwecken:

  • zur Verbesserung des Blutstroms
  • zur Verstärkung des Immunsystems
  • nach Erschöpfungszuständen
  • zur Steigerung des eigenen Abwehrmechanismus
  • zur Beschleunigung der Wunden- und Knochenheilung
  • bei hohem Blutdruck
  • bei Herzinsuffizienz, bei Herzkrankheiten
  • für die Behandlung von Blutkreislaufstörungen im Gehirn und in der Peripherie
  • Menopause
  • Migräne, Schwindel
  • Depression, Stress
  • als ergänzende Therapie zur Behandlung von Krebskrankheiten
  • Schwerhörigkeit
  • Ohrenklingen (Tinnitus)
  • Gleichgewichtsstörungen
  • chronische Entzündungen und Infektionen
  • Allergien und Überempfindlichkeitskrankheiten
  • chronische Atmungsprobleme, Lungenkrankheiten, Asthma
  • Sehschwäche

3. In sonstigen Fällen:

  • zur Steigerung der Leistung des gesamten Körpers
  • zur Verbesserung des allgemeinen Gesamtwohlbefindens
  • zur Vorbeugung von Sauerstoff- und Energiemangel
  • zur Abwehr von Infektionsanfälligkeit
  • zur Vorbeugung von voraussehbaren Belastungen
  • zur Vorbeugung von Krankheiten, die durch chronischen Alkohol- und Nikotinkonsum verursacht werden
  • bei ausbleibender oder abnehmender Aufmerksamkeit oder Konzentration
  • zur Verbesserung, Förderung von physischen und geistigen Leistungsfähigkeiten

Vorsicht bei zusätzlicher Sauerstoffzufuhr. Gegenwärtig gibt es schon mehrere Möglichkeiten, den Körper zusätzlich mit Sauerstoff zu versorgen, man muss aber bei der zusätzlichen Sauerstoffzufuhr gut aufpassen. Sauerstoff darf dem Körper in hohem %-Anteil nur in begründeten Fällen und ausschließlich im Rahmen von kurzen Behandlungen, mit besonderer Rücksicht auf die Menge des Sauerstoffes zugeführt werden. So günstig die Einatmung von Sauerstoff für kurze Zeit auch sein mag, die Überdosierung von Sauerstoff kann auch gefährlich sein, da der dem Körper zugeführte konzentrierte Sauerstoff innerhalb von 3-5 Stunden die Bronchien beschädigen kann und Flüssigkeit in der Lunge entstehen kann. Wenn dem gesunden Körper zusätzlicher Sauerstoff zugeführt wird, werden Enzyme produziert, die die schädlichen Stoffe binden und entfernen. Mit dem Alter nimmt die Aktivität des Enzymsystems ab. Die stetige oder andauernde Einatmung von zusätzlichem Sauerstoff ist nur kranken Menschen, unter ärztlicher Aufsicht zu empfehlen.

Bei entzündlichen, mit Sekretion verbundenen oder eventuell infektiösen Erkrankungen der Lunge ist die Einatmung von konzentriertem Sauerstoff zu vermeiden. Bei chronischen Krankheiten, z.B. COPD, Herzkrankheiten soll der Patient vor Beginn der Sauerstofftherapie auf jeden Fall seinen Behandlungsarzt konsultieren und ihn um Rat bitten.